26.3.2026
50 Millionen für die Sanierung städtischer Schulen in einem ersten Schritt
der Reutlinger Gemeinderat hat zu den Schulsanierungen einen anderen Beschluss gefasst, als die Verwaltung ursprünglich vorgeschlagen hatte. Darin wird die Verwaltung beauftragt, die Vereinbarkeit des von ihr vorgeschlagenen Modells mit den haushalts- und förderrechtlichen Vorgaben zunächst mit dem Kultusministerium und mit dem Regierungspräsidium zu prüfen. Diese Prüfung ist kostenfrei. Vor weiteren Schritten und der Beauftragung externer Gutachter ist nach der neuen Beschlussvorlage dem Gemeinderat hierüber zu berichten. Die im Haushalt für Prüfungsmaßnahmen vorgesehenen 100.000 Euro werden mit einem Sperrvermerk versehen. Damit berücksichtigt der Gemeinderat in wesentlichen Teilen die Einwendungen des Bündnis „Bildung für alle in Reutlingen“. Wir fragen uns allerdings weiterhin, warum die Verwaltung nicht von sich aus das Gespräch mit dem Kultusministerium und dem Regierungspräsidium gesucht hat, bevor sie mit einem so weitgehenden Vorschlag, wie dem Verkauf aller Schulgebäude, an die Öffentlichkeit gegangen ist.
In Ziffer 3 des neuen Beschlussvorschlags wird die Verwaltung beauftragt, dem Gemeinderat einen Vorschlag zu unterbreiten, welche konkreten Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an Schulen mit den 200 Mio. Euro und in welcher zeitlichen Reihenfolge umgesetzt werden sollen. Dieses Vorgehen, zunächst den Umfang der Aufgabe und anschließend die mögliche Finanzierung zu klären, halten wir als Bündnis für sinnvoll.
Wir sind der festen Überzeugung, dass der Abbau des Sanierungsstaus an den Reutlinger Schulgebäuden auch ohne BIG gelingen kann.
Wir begrüßen, dass der Gemeinderat weitere Schulsanierungen in den Doppelhaushalt 2026/27 aufgenommen hat. In einem ersten Schritt sollen dafür 50 Millionen Euro in unsere städtischen Schulen investiert werden und mit Hilfe von Mitteln aus der Schulbauförderung sowie aus dem Sondervermögen für die Infrastruktur des Bundes finanziert werden. Ein guter Anfang!
18.3.2026
Mit einer erneuten Mail an die Mitglieder des Reutlinger Gemeinderats nehmen wir Stellung zu den Aussagen, mit denen Finanzbürgermeister Wintzen in der örtlichen Presse zitiert wird. Wir treten diesen Aussagen entgegen.
7.3.2026
Nachdem das Sprecherteam unseres Bündnisses in den letzten Wochen das Gespräch mit der Stadtverwaltung und mit Fraktionen des Reutlinger Gemeinderats gesucht hat, wenden wir uns mit einer Mail erneut an die Mitglieder des Reutlinger Kommunalparlaments. Wir geben den Mitgliedern des Gemeinderats das Schreiben der Kultusministerin bekannt und sprechen uns noch einmal dagegen aus, dass Reutlingen vor dem Hintergrund der Einsparungen, die die Stadt ihren Bürger*innen zumutet, 100.000 Euro für die externe Prüfung eines Modells ausgibt, das in Baden-Württemberg keine Umsetzungschance hat.
Februar 2026
In einem Schreiben der Kultusministerin an den Wahlkreisabgeordneten MdL Thomas Poreski gibt die Kultusministerin Theresa Schopper eine Einschätzung zum von der Verwaltung vorgeschlagenen Verkauf der Schulgebäude an eine städtische Tochtergesellschaft. Reutlingen würde für diesen Fall den Anspruch auf weitere Schulbaufördermittel verlieren, wenn die Stadt nicht mehr Eigentümerin der Schulgebäude wäre. Die Stadt würde darüber hinaus Gefahr laufen, bisherige Schulbauförderungen aus einem langen Zeitraum zurückzahlen zu müssen. Die Stadtverwaltung erhält das Schreiben der Kultusministerin Mitte Februar.
12.01.2026
Schulsanierungen in Reutlingen auf Irrwegen?
Das Bündnis Bildung für alle in Reutlingen nimmt zu den Vorschlägen der Stadtverwaltung Stellung, die Schulgebäude an eine städtische Tochtergesellschaft zu verkaufen. Wir halten es für zielführender, die derzeit gute Schulbauförderung in Verbindung mit dem Sondervermögen Infrastruktur zu nutzen und kraftvoll in die Sanierung unserer Schulgebäude einzusteigen.
11.12.2025
Unser Bündnis hat bei der Stadtverwaltung zum Ganztagsausbau an Reutlinger Schulen nachgefragt und dadurch erfahren, dass mögliche Förderungen in Höhe von 70 Prozent der Kosten nicht genutzt wurden. Umso wichtiger ist es, das bisher Versäumte nachzuholen.
18.11.2025
Der Reutlinger Gemeinderat berät am 18.11.2025 über den Schulentwicklungsplan. Unser Bündnis hatte 2023 einen Schulentwicklungsplan für alle Schulen gefordert. Der jetzt vorliegende Schulentwicklungsplan benennt wichtige Schwerpunkte für die Entwicklung unserer Reutlinger Schulen. „Ganztag ausbauen – Schulen sanieren – Förderprogramme“ nutzen, so lautet unsere erste Stellungnahme zu diesem Plan.
SchülerInnen, Eltern, die Schulleitungen und die Lehrkräfte warten darauf, dass die Stadt trotz angespannter Haushaltslage wieder mehr in ihre städtischen Schulen investiert. Dabei hilft, zunächst die Investitionen zu planen, die besonders dringend sind und für die es aktuell hohe Fördermittel gibt. Bildung muss wieder Priorität bei den städtischen Investitionen bekommen.
14.3.2024
Überraschende Wende und großer Erfolg
Die evangelische Schulstiftung hat der Stadt Reutlingen mitgeteilt, dass sie den Vertrag über den Bau und Betrieb eines privaten evangelischen Gymnasiums in Reutlingen derzeit nicht abschließen will. Damit ist der Weg frei für eine Schulentwicklungsplanung für alle Reutlinger Schulen. Wir freuen uns über diesen Erfolg, den wir gemeinsam mit den Schulleitungen und dem Gesamtelternbeirat erreicht haben. Das Bündnis fordert Stadtverwaltung und Gemeinderat dazu auf, die Betroffenen wieder zu Beteiligten in der Schulentwicklung zu machen. Wir werden uns weiterhin aktiv einbringen und laden zur Mitarbeit ein.
8.2.2024
Treffen des Bündnis Bildung für alle in Reutlingen
am Donnerstag, 22.2.2024 um 18:30 Uhr im Nepomuk
Sie sind herzlich eingeladen
Das Sprecherteam Wolfgang Straub, Thomas Kuchelmeister, Matthias Gruner
10.1.2024
21.12.2023
15.12.2023
Medieninfo zur Gemeinderatssitzung am 21.12.2023
13.11.2023
Informationsveranstaltung des Bündnis „Bildung für alle in Reutlingen“ am 29.11.2023
20.10.2023
Nächstes Treffen des Bündnisses „Bildung für alle in Reutlingen“:
Donnerstag, 26.10.2023, 18:30 Uhr im Nepomuk
Viele Grüße
Das Koordinationsteam: Wolfgang Straub, Thomas Kuchelmeister, Matthias Gruner
20.10.2023
Die Schulleiterinnen und Schulleiter der Reutlinger Gymnasien, der Gemeinschaftsschulen und der Realschule und das Bündnis „Bildung für alle in Reutlingen“ haben sich gestern mit der Reutlinger Erklärung zur Schulentwicklung an den Reutlinger Oberbürgermeister Thomas Keck und die Mitglieder des Gemeinderats gewandt. Es gibt neue Erkenntnisse zur Entwicklung der Schülerzahlen in den kommenden Jahren. Die Anmeldezahlen an den Reutlinger Gymnasien und die Zahl der Klassen sind seit 2020 deutlich langsamer gewachsen, als von der Stadtverwaltung erwartet. Erweiterungen der Reutlinger Gymnasien sind voraussichtlich später erforderlich als von der Stadtverwaltung bisher angenommen. Über Umfang und Zeitpunkte einer Erweiterung der Reutlinger Gymnasien muss deshalb erst 2026 und in den Jahren danach entschieden werden. Gleichzeitig werden die Schülerzahlen aller allgemeinbildenden Schulen in Reutlingen bis zum Jahr 2035 stark ansteigen. Diese absehbaren Entwicklungen stellen die Stadt Reutlingen in Verbindung mit dem Renovierungsstau an Reutlinger Schulen vor große Aufgaben. Der Entwurf zum Doppelhaushalt 2024/25 enthält zwar Investitionen im Schulbereich. Ihr Umfang trägt jedoch den großen Herausforderungen in den kommenden Jahren nicht in ausreichendem Maß Rechnung. Das bereitet uns Sorgen.
Die Schulleitungen der weiterführenden Schulen der Stadt Reutlingen und das Bündnis „Bildung für alle in Reutlingen“ appellieren erneut an alle kommunalen Entscheidungsträger, den Weg für eine breit getragene und in ihren jeweiligen Folgen absehbare Schulentwicklung in Reutlingen frei zu machen: „Wir erwarten, dass die Schulstadt Reutlingen mehr als bisher vorgesehen in ihre öffentlichen Bildungseinrichtungen investiert statt einem privaten Träger Vorfahrt zu gewähren. Wir brauchen gute Lernbedingungen an allen Reutlinger Schulen“.
25.9.2023
Das Regierungspräsidium Tübingen hat bereits im Dezember 2020 die Förderfähigkeit der Erweiterung der Reutlinger Gymnasien anerkannt (RP-Schreiben und Medieninfo unter „Informationen“).
Der vorhandene Raumbestand der Reutlinger Gymnasien reicht für 23 Züge.
Die Die Schulanmeldungen an den Reutlinger Gymnasien wachsen seit 2020 weniger dynamisch, als von der Stadtverwaltung erwartet.